Der Pojaz
Lesung mit Klarinette - nach einem Roman von Karl Emil Franzos

Der Pojaz (das jiddische Wort für Bajazzo) erzählt von einem fiktiven Dörfchen im galizisch-podolischen Bereich der Bukowina; dort lebt der kleine Sender Glatteis, der Pojaz, der seinen Geburtsort, das Schtedtl, das Ghettomilieu fliehen will. Oskar Ansull hat Passagen des Romans mit Zwischentexten so montiert, daß die Geschichte, der Autor und die Zeit lebendig und sichtbar werden. Die Musik von Theo Jörgensmann vollzieht diesen Fluchtweg mit, indem sie zwischen der jüdischen Musik des Ghettos und der Musik „draußen“ wandert, die Melodien auflöst und mehrfach gebrochen, wieder zu ihnen zurückfindet.

... wer Gelegenheit hat, die Performance von Ansull/Jörgensmann zu besuchen, sollte diese galizische Geschichte zwischen Weinen und Lachen nicht versäumen"
Alfred Paffenholz / Radio Bremen

Oskar Ansull, geboren 1950 in Celle, lebt seit 1989 als freier Schriftsteller und Rezitator in Hannover. Er hat mehrere Gedichtbände veröffentlicht. Als Rezitator stellt er literarische Entdeckungen vor, liest aus den Manuskripten der Vergessenen oder mischt die Bekannten so, daß sich neue Zugänge und Perspektiven eröffnen. Seine „Lesebühne“ umfaßt inzwischen mehr als 50 Titel. Einige Lesungen wurden vom Rundfunk aufgezeichnet.

mit:

Oskar Ansull - Lesung
Theo Jörgensmann - Klarinette

 

 
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