LETZTE NACHT DER ARCHE NOAH
oder
was wir eigentlich schon immer wussten
Eine grausige Moritat von Burkhart Seideman
Szenenfoto Arche Noah

Herr Noah füttert alles Getier an Bord seiner Arche mit Geduld und den allmählich faul werdenden Proviantkartoffeln und hofft auf ein Ende des Regens. Er hilft sich mit frommen Liedern. Seine Frau kämpft mit den immer höher werdenden Bergen von Mist und der Wut, daß ihr mal wieder keiner etwas von Gottes Ratschlüssen verraten hat. Der Löwe leidet besondere Qualen unter der vegetarischen Überlebens-Diät; die Tiere sind allesamt seekrank, die Zukunft ist ungewiß. Nur die Ratte hat gute Laune. Sie, die sich heimlich an Bord geschlichen hat, begnügt sich mit der Genugtuung, aus eigner Kraft zu überleben. Aber genau dies will Herr Noah nicht dulden! Das führt zu einem Ende, das nur jene überraschen dürfte, denen noch niemals Zweifel an der Menschlichkeit des Menschengeschlechtes kamen.

Eine Inszenierung in der Tradition jiddischen Lied-Theaters, aber nicht nur mit jiddischen, sondern auch Liedern von Georg Kreisler u.a.

mit:

Karsten Troyke, Bettina Schubert, Burkhart Seidemann
&
Jan Hermerschmidt (Klarinetten)
oder Andrej Soudnitsyn (Violine)

 
© Foto: Albrecht Grüßm


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